Ying Ni Zhan ist die neue Nummer eins im Team - Neuzugang bei den Damen des TSV Merseburg strebt Rückkehr in den Stamm der Nationalmannschaft an

MERSEBURG/MZ - Die Tischtennis- Damenmannschaft des TSV Merseburg qualifizierte sich mit dem Regionalliga- Staffelsieg in der vergangenen Saison für die 2. Bundesliga. Dieser großen sportlichen Herausforderung nach dem Aufstieg wollen sich die Merseburgerinnen mit einer neuen Spielerin auf der Teamposition eins stellen. Ying Ni Zhan kam vom Erst-Bundesligisten Bad Driburg in die Saalestadt. Unser Mitarbeiter Heinz Böttger unterhielt sich vor der Saisonvorbereitung mit ihr.
ying ni zhanKönnen sie sich den Sportinteressierten unserer Region etwas näher vorstellen? Zhan: Ich bin 20 Jahre alt und kam als Zehnjährige nach Deutschland. Mein Vater war damals Tischtennis-Profi bei Bayer Uerdingen und holte mich, meine Mutter und meine jüngere Schwester aus China nach Nordrhein-Westfalen. Ich bin derzeit Hauptgefreite der Bundeswehr und diene bei der Sportfördergruppe in Köln, da ich zum erweiterten Kreis der deutschen Nationalmannschaft gehöre. Beschreiben sie uns bitte ihren sportlichen Werdegang? Zhan: Angefangen habe ich mit zehn Jahren bei Bayer Uerdingen, wo ich neun Jahre lang spielte. Von der Bezirksklasse gelang uns der Durchmarsch bis in die 2. Bundesliga. In der letzten Saison gehörte ich zum Team des Erstligisten Bad Driburg. Im Nachwuchsbereich gewann ich 2004 und 2007 die deutschen Meistertitel im Einzel. Im Schülerbereich holte ich auch im Mixed und Doppel Medaillenplätze. Bei den Nachwuchs-Europameisterschaften wurde ich 2007 Dritte. Seit 2008 gehöre ich zum Kreis der Nationalmannschaft. Wie kamen sie zum TSV nach Merseburg und wie bekommen sie die Entfernung zwischen Wohn-, Trainigs- und Heimspielort ihres neuen Vereins unter einen Hut? Zhan: Ich suchte unbedingt einen Verein in der 2. Bundesliga. Die Kontakte zu mir knüpfte Klaus Ködel. Ich wohne weiter in Krefeld und trainiere im Bundesleistungszentrum in Düsseldorf. Zu den Heimspielen in Merseburg werde ich freitags anreisen, um dann am Samstag ausgeruht antreten zu können. Zu den Auswärtsspielen werde ich zumeist direkt von daheim zu den Spielorten fahren. Zu den Heimspielen ist der Weg für mich oft weiter als zu den Auswärtsauftritten des TSV. Welche sportlichen Ziele haben sie sich für die kommende Saison gesteckt? Zhan: Wir wollen mit dem TSV den Klassenerhalt schaffen. Aber es wird schwer, da viele gute Teams in der 2. Bundesliga vertreten sind. Ich hoffe es gelingt uns, denn ich möchte gern in Merseburg bleiben, weil ich sehr gut aufgenommen wurde und ich mich sehr wohl fühle. Das letzte Jahr lief für mich sportlich nicht optimal, weder in Bad Driburg noch in der Auswahl. Ich will mich verbessern und wieder zum Stamm der Nationalmannschaft gehören.
 

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